Der Mensch sei ein Grenzgänger!

Koiné (griech. die Allgemeine, Gemeinsame) war das vulgäre Griechisch im Zeitalter des Hellenismus, eine „grenzenlose“ Allerweltssprache, die die Kulturen des Mittelmeerraums Jahrhunderte lang verband. Sie ist Namensgeberin und Leitidee des Instituts geworden. Koiné hat sich zum Ziel gesetzt, die Verständigung zwischen den Kulturen (cross culture) zu fördern. Unabdingbar hierfür ist das Wissen um das Gewordensein und die Grenzen des europäischen Selbstbewusstseins, um die Besonderheit des abendländischen Blicks.

„Schutzheilige“ des Instituts sind der griechische Gott Hermes und seine weibliche Entsprechung Hermine. Im griechischen Pantheon ist Hermes der Grenzgänger zwischen den Welten, Überbringer der Götterbotschaften an die Menschen, Reisender unter den Völkern, er ist Dolmetscher und Dieb. Er und seine Begleiterin sind die perfekten Vorbilder für das interdisziplinäre, interkulturelle Studium, das im Herbst 2000 in Kirchheim/Teck startete.

Das Wagnis hat sich gelohnt! Über die Hälfte der Studentinnen, die damals anfingen, sind heute noch dabei. Und nicht nur das: das Konzept erwies sich als so gut, dass es in vielen anderen Orten rund um die Landeshauptstadt aufgegriffen wurde.

Derzeit nehmen an die 300 Studentinnen und Studenten an den Kursen in Kirchheim/Teck, Filderstadt, Göppingen, Herrenberg und Leonberg teil.

Von der Hausfrau bis zum Anästhesisten, vom Autolackierer bis zur promovierten Chemikerin sind Menschen mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen dabei, etwas über sich und die Welt zu erfahren, was ihnen durch die herkömmlichen Bildungsangebote (Zeitungen, Fernsehen, Radio, VHS) nicht geboten wird.